Xbox-Manager rät entlassenen Microsoft-Mitarbeitern, sich Hilfe von KI zu holen, was Empörung auslöst

Ein Xbox-Manager hat einen Feuersturm der Kritik entfacht, nachdem er kürzlich entlassenen Microsoft-Mitarbeitern geraten hatte, emotionale und berufliche Unterstützung von KI-Chatbots zu suchen. Matt Turnbull, Executive Producer bei Xbox, machte den Vorschlag in einem inzwischen gelöschten LinkedIn-Beitrag und nannte ihn den „besten Rat“, den er geben konnte.

Die Empfehlung richtete sich an die Betroffenen der Entscheidung Microsofts, 9.100 Stellen abzubauen. Der Vorschlag wurde von Branchenkollegen weithin als taub verurteilt und kam nur wenige Tage nach der Bestätigung der massiven Entlassungen, zu denen auch die Schließung ganzer Spielestudios gehörte, darunter Arkane Austin, Tango Gameworks, Alpha Dog Games und The Initiative. Diese Schließungen führten zur Annullierung großer Projekte und wirkten sich erheblich auf die kreative Leistung der Xbox Game Studios aus.

Der KI-gestützte „Beste Rat“ einer Führungskraft

In seinem Beitrag schlug Turnbull vor, dass der Einsatz von KI-Tools wie Microsofts eigenem Copilot hilfreich sein könnte„Reduzieren Sie die emotionale und kognitive Belastung, die mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einhergeht.“. Er stellte ehemaligen Mitarbeitern spezifische Aufforderungen zur Verfügung und demonstrierte, wie KI bei der Karriereplanung und beim Aufbau von Lebensläufen helfen kann.

Eine besonders auffällige Aufforderung sollte das Selbstvertrauen stärken: „Ich kämpfe nach meiner Entlassung mit dem Hochstapler-Syndrom. Können Sie mir helfen, diese Erfahrung auf eine Weise zu verarbeiten, die mich daran erinnert, was ich gut kann?“ Turnbull argumentierte, dass KI zwar kein Ersatz für die menschliche Erfahrung sei, sie aber den Menschen helfen könne, in einer Zeit knapper geistiger Energie „schneller, ruhiger und klarer aus der Fassung zu kommen“.

Matt Turnbull, Executive Producer bei Xbox Game Studios Publishing, schlägt nach den Entlassungen bei Microsoft auf Linkedin vor, dass entlassene Menschen sich vielleicht an die KI wenden sollten, um Hilfe zu erhalten. Er hielt es ernsthaft für eine gute Idee, dies zu veröffentlichen.

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— Brandon Sheffield (@brandon.insertcredit.com)July 4, 2025 at 5:48 AM

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„Lesen Sie den Raum“: Ein taubstummen Vorschlag löst Empörung aus

Die Reaktion der Spieleentwickler-Community war schnell und scharf. Viele empfanden den Rat als ein gravierendes Unvermögen, die menschlichen Kosten der Entlassungen zu verstehen.

Eric Smith, ein Online-Produzent bei Zenimax, der in den Schnitten seinen Job und sein Projekt verlor, antwortete Turnbull direkt: „Jesus Christus, lies den Raum, Alter.“ Seine Meinung spiegelte das weit verbreitete Gefühl wider, dass der Rat unter den gegebenen Umständen völlig unangemessen sei.

Der Vorfall ist von tiefer Ironie durchzogen. Nur zwei Tage vor Turnbulls Post hatte die Xbox-Abteilung Berichten zufolge einen Brief an Partnerstudios geschickt, in dem sie zu einem Gamescom-Roundtable eingeladen wurden. Das Thema war, wie man KI nutzen kannMachen Sie die Spieleentwicklung effizienter.

Der breitere Kontext: 9.100 Entlassungen zur Finanzierung von Microsofts KI-Pivot

Turnbulls kontroverser Ratschlag erfolgte nicht im luftleeren Raum. Dies geschah vor dem Hintergrund des größten Personalabbaus bei Microsoft seit 2023. Der Abbau von 9.100 Stellen ist ein wichtiger Teil der aggressiven Strategie des Unternehmens, Kapital für seine milliardenschweren Investitionen in KI umzuverteilen.

Der finanzielle Schmerz reicht über die internen Teams von Microsoft hinaus. Im Rahmen der Umstrukturierung wurden auch Mittel von externen Partnern abgezogen. Dazu gehörte auch John Romeros Studio Romero Games, das daher dazu gezwungen wurdedas gesamte Personal entlassen.

Diese große Entlassung ist der Höhepunkt eines Jahres kontinuierlicher Umstrukturierung. Es folgt auf kleinere, aber erhebliche Stellenkürzungen im Mai und leistungsabhängige Kürzungen im Januar, was ein unermüdliches Bestreben signalisiert, das Unternehmen im Hinblick auf seine KI-Ambitionen umzugestalten.

Eine neue Kultur der „guten Abnutzung“

Die Führung von Microsoft hat diese schmerzhaften Kürzungen stets als eine notwendige Entwicklung dargestellt. CEO Satya Nadella erklärte zuvor, dass es bei solchen Veränderungen nicht um individuelle Fehler geht, sondern um eine strategische Neuausrichtung: „Hier ging es nicht um das Scheitern von Menschen. Es ging darum, sich für das, was als nächstes kommt, neu aufzustellen.“ Die Aussicht wurde von der Wall Street belohnt, der Aktienkurs von Microsoft ist seit April um fast 30 % gestiegen.

Parallel zu den Entlassungen verschärft Microsoft systematisch seine internen Leistungsstandards. Dies markiert einen bedeutenden kulturellen Wandel. Das Unternehmen hat einen strengen Performance Improvement Plan (PIP)-Prozess und ein zweijähriges Wiedereinstellungsverbot für diejenigen eingeführt, die wegen Leistungsproblemen entlassen wurden.

Leistungsschwache Mitarbeiter stehen nun vor der Wahl: sich dem anspruchsvollen Plan zuzuwenden oder ein freiwilliges Trennungspaket zu akzeptieren. Das Unternehmen verfolgt diese leistungsbasierten Abgänge intern anhand der Kennzahl „gute Fluktuation“, ein Begriff, der Abgänge bezeichnet, die das Unternehmen als vorteilhaft erachtet.

Chief People Officer Amy Coleman sagte Anfang des Jahres, dass es bei den Veränderungen darum gehe, Erfolg mit Klarheit und Empathie zu ermöglichen. Das ultimative Ziel sei es, „eine Kultur zu fördern, in der leistungsstarke und erfolgreiche Teams gedeihen können“, erklärte sie. Diese Philosophie spiegelt einen breiteren Trend bei Big Tech wider, wo Giganten wie Meta ebenfalls Arbeitsplätze abbauen, um den KI-Wettlauf zu finanzieren.

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