Der virtuelle Speicher, auch Auslagerungsdatei genannt, ist eine wichtige Komponente von Windows, die den physischen Arbeitsspeicher Ihres Computers durch die Nutzung von Speicherplatz erweitert. Während Windows dies normalerweise automatisch auf Ihrem primären Laufwerk verwaltet, können Sie möglicherweise die Leistung verbessern und Speicherplatz freigeben, indem Sie es auf eine sekundäre SSD verschieben. Diese Anleitung führt Sie durch den Prozess der Einrichtung des virtuellen Speichers auf einer sekundären SSD und durch die Behebung häufiger Probleme.
Warum virtuellen Speicher auf eine sekundäre SSD verschieben?
Die Verlagerung Ihres virtuellen Speichers auf eine sekundäre SSD kann mehrere Vorteile bieten:
- Geben Sie Speicherplatz auf Ihrem primären Laufwerk für wichtige Systemdateien und Anwendungen frei.
- Verbessern Sie möglicherweise die Leistung, insbesondere wenn Ihre sekundäre SSD schneller ist als Ihr primäres Laufwerk.
- Reduzieren Sie den Verschleiß Ihrer primären SSD, wenn diese häufig für virtuelle Speichervorgänge verwendet wird.
Bevor Sie fortfahren, stellen Sie sicher, dass auf Ihrer sekundären SSD ausreichend freier Speicherplatz vorhanden ist. Weisen Sie idealerweise Speicherplatz zu, der Ihrer physischen RAM-Größe entspricht oder größer ist (z. B. 16 GB RAM = mindestens 16.000 MB für virtuellen Speicher).
Schritte zum Konfigurieren des virtuellen Speichers auf einer sekundären SSD
Schritt 1:Öffnen Sie die erweiterten Systemeinstellungen, indem Sie drückenWin + R, tippensysdm.cpl, und drücken Sie die Eingabetaste. Alternativ können Sie im Startmenü nach „Erweiterte Systemeinstellungen“ suchen.
Schritt 2:Klicken Sie im Fenster „Systemeigenschaften“ auf die Registerkarte „Erweitert“ und dann im Abschnitt „Leistung“ auf die Schaltfläche „Einstellungen“.
Schritt 3:Navigieren Sie im Fenster „Leistungsoptionen“ zur Registerkarte „Erweitert“ und klicken Sie unter „Virtueller Speicher“ auf die Schaltfläche „Ändern“.
Schritt 4:Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen neben „Größe der Auslagerungsdatei für alle Laufwerke automatisch verwalten“. Dadurch können Sie die Auslagerungsdateieinstellungen manuell konfigurieren.
Schritt 5:Wählen Sie Ihr primäres Laufwerk (normalerweise C:) aus der Liste aus. Wählen Sie „Keine Auslagerungsdatei“ und klicken Sie auf „Einstellen“. Windows warnt Sie möglicherweise vor möglichen Problemen. nehmen Sie diese Warnung zur Kenntnis.
Schritt 6:Wählen Sie nun Ihre sekundäre SSD aus der Laufwerksliste aus. Wählen Sie „Benutzerdefinierte Größe“ und legen Sie sowohl die Anfangsgröße als auch die Maximalgröße fest. Ein guter Ausgangspunkt besteht darin, beide Werte auf die Größe Ihres physischen RAM festzulegen (z. B. 16.000 MB für 16 GB RAM). Klicken Sie auf „Festlegen“, um diese Einstellungen zu übernehmen.
Schritt 7:Klicken Sie auf „OK“, um alle Fenster zu schließen und Ihren Computer neu zu starten, wenn Sie aufgefordert werden, die Änderungen zu übernehmen.
Beheben häufiger Probleme
Windows erstellt die Auslagerungsdatei auf dem primären Laufwerk neu
Wenn Windows trotz Ihrer Einstellungen weiterhin eine Auslagerungsdatei auf Ihrem primären Laufwerk neu erstellt, versuchen Sie Folgendes:
Schritt 1:Ordnen Sie eine kleine Auslagerungsdatei (z. B. 800 MB) auf Ihrem primären Laufwerk zu. Dies erfüllt die Anforderungen von Windows an kritische Prozesse und Absturzdumps.
Schritt 2:Stellen Sie sicher, dass auf Ihrer sekundären SSD genügend freier Speicherplatz für die Auslagerungsdatei vorhanden ist. Windows greift möglicherweise auf das primäre Laufwerk zurück, wenn nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist.
Schritt 3:Überprüfen Sie, ob Ihre sekundäre SSD mit BitLocker verschlüsselt ist. Wenn nicht, betrachtet Windows die Auslagerungsdatei möglicherweise als unsicher.
Aktivieren von BitLocker auf der sekundären SSD
Wenn Ihr System eine BitLocker-Verschlüsselung für die Auslagerungsdatei erfordert:
Schritt 1:Öffnen Sie den Datei-Explorer und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihre sekundäre SSD.
Schritt 2:Wählen Sie „BitLocker aktivieren“ und befolgen Sie die Anweisungen, um den Verschlüsselungsvorgang abzuschließen.
Schritt 3:Nachdem die Verschlüsselung abgeschlossen ist, konfigurieren Sie Ihre Auslagerungsdateieinstellungen wie zuvor beschrieben neu.
Leistungsüberlegungen
Auch wenn das Verschieben der Auslagerungsdatei auf eine sekundäre SSD von Vorteil sein kann, sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen:
- Wenn Ihre sekundäre SSD langsamer ist als Ihr primäres Laufwerk, werden Sie möglicherweise keine Leistungsverbesserungen feststellen.
- SSDs haben eine begrenzte Schreibdauer. Stellen Sie sicher, dass Ihre sekundäre SSD die zusätzlichen Schreibvorgänge aus der Auslagerungsdatei verarbeiten kann.
- Überwachen Sie die Leistung Ihres Systems, nachdem Sie Änderungen vorgenommen haben. Wenn Sie Probleme bemerken, müssen Sie möglicherweise Ihre Konfiguration anpassen.
Wenn Sie diese Schritte befolgen, können Sie den virtuellen Speicher auf einer sekundären SSD in Windows erfolgreich einrichten. Denken Sie daran, die Leistung Ihres Systems zu überwachen und die Einstellungen nach Bedarf anzupassen, um die optimale Konfiguration für Ihre spezifische Hardware und Ihr Nutzungsverhalten zu finden.














